Dateisysteme

Windows unterstützt auf beschreibbaren Datenträgern NTFS und drei FAT-Dateisysteme: FAT12, FAT16 und FAT32.

Auf CDs und DVDs unterstützt Windows außerdem CDFS und UDF.

Die Strukturen der so formatierten Volumes und ihre Datenorganisation unterscheiden sich deutlich.

FAT

FAT speichert die Dateizuordnungstabelle nahe dem Volumeanfang. FAT12 ist die ursprüngliche Variante für sehr kleine Medien wie Disketten. FAT16 wurde für kleine Datenträger und einfache Verzeichnisstrukturen entwickelt; FAT32 ermöglicht große Volumes auf großen Datenträgern.

Zwei Kopien der Dateizuordnungstabelle werden gespeichert. Ist eine beschädigt, wird die andere genutzt. Ihr Byteoffset steht im BIOS Parameter Block (BPB) des FAT-Bootsektors, damit sich die zum Systemstart nötigen Dateien finden lassen.

NTFS

NTFS, das bevorzugte native Dateisystem von Windows 2000/XP/Vista/7, ist ausgefeilter, robuster und sicherer als FAT. Seine Datenstrukturen ermöglichen:

Wiederherstellbarkeit NTFS bewahrt Volume-Konsistenz durch Transaktionsprotokollierung und Wiederherstellung. Ein Reparaturprogramm ist selten nötig. Nach einem Systemfehler stellen Protokoll und Prüfpunkte die Konsistenz automatisch wieder her.

Komprimierung NTFS unterstützt komprimierte Volumes, Verzeichnisse und Dateien. Jede Windows-Anwendung kann sie ohne vorheriges Entpacken lesen und schreiben; Dekomprimierung erfolgt beim Lesen, erneute Komprimierung beim Speichern oder Schließen.

Verschlüsselung EFS (Encrypting File System) verschlüsselt Dateien auf NTFS-Volumes und schützt vertrauliche Daten bei unbefugtem physischem Zugriff, etwa nach Diebstahl eines Laptops oder externen Laufwerks.

Sicherheit NTFS-Berechtigungen bestimmen Zugriffsrechte von Gruppen und Benutzern auf Freigaben, Verzeichnisse und Dateien. Datei- und Verzeichnisrechte gelten lokal und beim Netzwerkzugriff. Zusätzliche Freigaberechte wirken gemeinsam mit ihnen.

Datenträgerkontingente Überwachen und begrenzen den Speicherverbrauch.

Reparsepunkte Sind NTFS-Dateisystemobjekte, die Dateien und Verzeichnissen zusätzliches Verhalten verleihen. Sie dienen vielen neuen Speicherfunktionen von Windows 2000, etwa Volume-Bereitstellungspunkten.

Volume-Bereitstellungspunkte Erlauben Administratoren, die Wurzel eines lokalen Volumes in die Verzeichnisstruktur eines anderen einzuhängen. Sie basieren auf Reparsepunkten.

Sparse-Dateien Ermöglichen sehr große Dateien, die nur nach Bedarf Speicherplatz belegen.

Compact Disc File System (CDFS)

Windows unterstützt das ISO-9660-konforme CDFS mit langen Dateinamen.

Universal Disk Format (UDF)

UDF wurde von der Optical Storage Technology Association (OSTA) definiert, entspricht ISO 13346 und ist der Nachfolger von CDFS bzw. ISO 9660.

UDF ist für Wechselmedien wie DVD, CD und magnetooptische Datenträger gedacht. Offene Standards erleichtern den Datenaustausch zwischen Betriebssystemen und Unterhaltungsgeräten.

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